Da sich meine Erfahrungen bis jetzt auf KDE als Desktopumgebung beschränkten, wollte ich doch einen näheren Blick auf die Alternative Gnome werfen. Leider ist es mir nicht möglich gewesen, Debianpakete für die aktuelle 2.4er Version zu finden; stattdessen sollte zum Reinschnuppern aber auch ausnahmsweise die 2.2er reichen. Die Installation ist relativ einfach Mittels Anpassung von soruces.list erhalten wir nach anschließender Ausführung von apt-get update für woody geeignete Pakete.
# GNOME 2.2 für Debian Woody
deb http://ftp.acc.umu.se/mirror/mirrors.evilgeniuses.org.uk/debian/backports/woody gnome2.2/
deb-src http://ftp.acc.umu.se/mirror/mirrors.evilgeniuses.org.uk/debian/backports/woody gnome2.2/
apt-get install gnome-core gdm gtk2-engines* wollte etwa vierzig Megabyte herunterladen und zeigte im Anschluss ein Konfigurationsmenü zur Auswahl des Windowmanagers an. Sollten hierbei die Standardeinträge überschrieben werden und man wieder KDE benutzen möchte, so kann man diese über update-alternatives --config x-window-manager und der Selektion von /usr/bin/wmaker wiederherstellen.
Ich für meinen Teil hatte mir etwas mehr von Gnome erwartet sicher, es ist schneller als KDE und hat ein völlig anderes Look and Feel, aber noch wirkt es mir zu unausgereift. Ich glaube, wir sprechen uns in einem Jahr noch mal. Bis dahin bleibe ich wohl bei meinem altbewährten KDE, mag es auch etwas langsamer und schwerfälliger sein.
Hast du keine aktuelle Knoppix da? Einfach mit knoppix desktop=gnome booten - und schon hast du ne 2.4 ;-)
Läuft grad auf dem Rechner neben mir, und sieht echt gut aus. Die 2.2 hat mich auch nicht vom Hocker gerissen.

Bin bis jetzt auch nur bei KDE hängen geblieben, wobei ich dazu sagen muss, dass ich einige Gnomebasierte Programme ebenfalls nutze. Eigentlich ist es auch egal, welches von beiden man benutzt, irgendwann muss man sich einfach entscheiden, und dann daran gewöhnen. Es wird sicherlich mit jedem Release, sei es KDE oder Gnome, jeweils wieder andere schöne Dinge an dem jeweils anderen Windowmanager geben die man gerne haben möchte. Mein Hauptziel war es immer, meine Umgebung so zu wählen dass ich produktiv damit arbeiten kann, und das kann ich mit KDE wunderbar.
Aber danke für den Tip Beate, ich werd mir nun auch mal das "neue" Gnome 2.4 anschauen :)

Ich bin mitlerweile bei Gnome 2.4 gelandet -- und vollauf zufrieden. Es ist schneller als KDE und gefällt mir sowohl wegen seines Aussehen als auch wegen der Philosophie die hinter Gnome steckt wesentlich besser als KDE. Ich habe die Strategie von KDE, alles in ein Paket zu hauen, ohnehin nie verstanden. Wofür außerdem brauche ich bitte das dritte schlechte Office-Paket für Linux, wenn doch OpenOffice.org ohnehin viel mehr zu bieten hat? Man sollte seine Aktivitäten in diesem Punkt lieber auf das Eigentliche konzentrieren.
Sicherlich ist für sehr viele Leute KDE besser als Gnome, für mich aber nicht. Notfalls könnte ich ja aber wenigstens manche KDE-Programme unter Gnome laufen lassen.
